Vogelstuebchen Heimtierfutter u. Zubehör

Darmerkrankung
Bei der Gouldamadine kann es schnell zu Durchfall und Darmerkrankungen kommen. Die häufigste Ursache ist eine Veränderung der Haltungsbedingungen oder der Ernährung. Ein neues Futter, eine andere Luftfeuchtigkeit, Zugluft, Temperaturabfall oder Streß kann ausreichen, um die Vögel krank werden zu lassen. Bei gerade erworbenen Gouldamadinen ist besonders Obacht zu geben. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf genauestens über Haltung und Ernährung durch den Züchter informieren zu lassen. Häufig tragen die neuen Vögel andere Bakterienstämme in sich als die eigenen Vögel. Dies kann sowohl zu einer Gefahr für die neuen Goulds werden, als auch zu einer noch größeren Gefahr für den eigenen Zuchtstamm, der zahlenmäßig meist größer ist. Gegen die verschiedenen Bakterien sind die Vögel unterschiedlich immun, da sie einige schon "kennen", andere hingegen noch nicht. 

Damit die Umstellung für die Gouldamadinen nicht zu groß ist, sollten sie zumindest für die ersten Wochen das ihnen bekannte Futter erhalten und ähnliche Haltungsbedingungen vorfinden, um dann langsam an die eigenen Fütterungsmethoden gewöhnt zu werden. Während dieser Zeit ist eine getrennte Unterbringung vom Zuchtstamm empfehlenswert. Haben sich die neuen gut eingewöhnt und ist keiner erkrankt, so können die ersten eigenen Goulds hinzugesetzt werden. Verläuft auch diese Vorsichtsmaßnahme positiv, so ist eine Übernahme in den Stamm unbedenklich. 

Sind bei einer Gouldamadine erste Anzeichen einer Darmerkrankung zu beobachten, z.B. aufgeplustertes Gefieder, Kopf im Rückengefieder und wäßriger Kot, so ist der betreffende Vogel von den anderen getrennt unterzubringen. Ist ein sog. Krankenkäfig vorhanden, sollte die Temperatur in diesem auf 30-35 Grad Celsius angehoben werden. Als Ersatz kann auch ein Infrarotstrahler eingesetzt werden. Bei einem gewöhnlichen Durchfall kann mit Kamillentee, Vogelkohle und Grit geholfen werden. Meistens erholt sich der Vogel nach wenigen Tagen wieder. Während der Behandlung darf kein Keim- oder Grünfutter gereicht werden. 

Falls die Erkrankung und deren Behandlung nicht so glimpflich abläuft, sondern immer weitere Krankheitsfälle auftreten, ist eine sofortige Kotuntersuchung durch den Tierarzt unumgänglich, damit die Krankheitsursache genau bestimmt werden kann und gezielt gegen sie vorgegangen wird (unterschiedliche Darmerkrankungen machen unterschiedliche Antibiotika erforderlich). Im weiteren Krankheitsverlauf fällt auf, daß die Goulds viel trinken, um ihren Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Sie magern innerhalb weniger Tage sehr rasch ab und sterben an Austrocknung. Je eher man also erste Warnzeichen wahrnimmt und je schneller man auf diese reagiert, desto größer sind die Erfolgsaussichten der Behandlung. 

Kokzidiose:Kokzidien sind Parasiten, welche im Darm der Vögel normalerweise mit diesen im Gleichgewicht leben. Nun kann es bei geschwächten Gouldamadinen passieren, daß sich die Kokzidien ungehindert vermehren und es somit zur Erkrankung kommt. Diese kann durch die hohe Ansteckungsgefahr seuchenartige Ausmaße annehmen und zu größeren Verlusten führen, besonders unter den Jungvögeln. 

Symptome: aufgeplustertes Gefieder, grünlich gelber Kot (oft blutig), stark geschwollener Leib, schnelles Abmagern, Krämpfe, Tod 

Behandlung: mit ESB/3 oder BAYCOX oder AMPROLVET (genaue Dosierungen beachten!).
Während der Behandlung darf kein Vitamin B gereicht werden. Ferner sind alle Volieren, Käfige und Zubehörteile gründlich zu desinfizieren. 

Salmonellose:Die durch Salmonellen ausgelöste Infektionskrankheit kann z.B. durch Hühnereier übertragen werden, wenn das Eifutter selbst hergestellt wird oder durch Grünfutter von draußen, welches mit dem Kot von Wildvögeln in Kontakt kam. 

Symptome: ähnlich denen der Kokzidiose, Verdickung der Gelenke, verklebte Kloake, hohe Wasseraufnahme 

Behandlung: mit AMOXYCILLIN oder ERYTHROMYCIN oder BAYTRIL 2,5% (genaue Dosierungen beachten!). 

Generell sollte nach der Behandlung ein Multivitaminpräparat gegeben werden, da die Darmflora durch die Antibiotika zum größten Teil zerstört wurd

 

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